Spielregeln & Etikette

  • Der Parkettschwingboden in der Heiligengeistschule darf nicht mit Straßenschuhen betreten werden. Deshalb bitte zum Tanzen Wechselschuhe mitbringen. Am besten eignen sich Tanzschuhe mit Chromledersohle.
  • Auf unseren Milongas werden Getränke (Wasser, Saft, Wein) zum Selbstkostenpreis und in Selbstbedienung angeboten. Die Bezahlung erfolgt auf Vertrauensbasis.
  • Die Tanzräume liegen alle ebenerdig, so dass Rauchende und Frischluftsuchende schnell und ohne Treppensteigen draußen zu ihrer Bedürfnisbefriedigung kommen können.
  • Ihr könnt Knabberzeug und Snacks gerne mitbringen, wir bitten Euch aber, Tüten und Verpackungsmaterial selbst zu entsorgen.
  • Nichtmitglieder, Gäste von außerhalb sowie Zuschauer müssen wir darauf hinweisen, dass der Besuch unserer Veranstaltungen sowie die Nutzung aller Räumlichkeiten der Schulgebäude sowie des Geländes auf eigene Gefahr erfolgt.
  • Jegliche Haftung wird hiermit von den Veranstaltern ausgeschlossen. Mit dem Betreten der Räumlichkeiten erkennen die Besucher den Haftungsausschluss an.

Milongas sind offene Tanzabende, wo sich Tangueras und Tangueros im „Salon“ (meist ein größerer Raum, Saal oder Halle, im Idealfall mit Holzfußboden und ausreichend Sitzgelegenheiten), zum gemeinsamen Tanzen treffen. Dort gibt es, meist von wechselnden DJ`s, Musik aus der Konserve, aber auch Livemusik.
Die Regeln im Salon sind verbindlich, es wird entgegen dem Urzeigersinn in einem großen Außenkreis getanzt, wobei jedes Tanzpaar auf dieser Weglinie seine eigenen Kreise bzw. Figuren tanzt. Das kann, je nach Größe des Tanzsaales einspurig, zwei- oder auch dreispurig passieren. Wenn besonders viele Tänzer/innen den Salon bevölkern, auch in den inneren Bereichen. Es gilt, Rückwärtsbewegungen zu vermeiden, um Zusammenstöße zu verhindern. Tanzen im Salon erfordert eine hohe Disziplin und erwartet von jedem Tanzpaar erhöhte Rücksichtnahme untereinander. Zu ausladende Bewegungen, also hochgeworfene Beine, können bei hohen und spitzen Absätzen schnell zu ernsthaften Verletzungen führen. Das soll aber nicht heißen, dass bei genügend Platz nicht auch experimentiert werden darf…

Partnertausch und Partnersuche: I.d.R. tauschen die Partner untereinander, wenn ein solcher Wunsch besteht. Ein Tanzpartner oder eine Tanzpartnerin kann durch direkte Anfrage aufgefordert werden. In Buenos Aires erfolgt dies meist jedoch durch Augenkontakt über eine größere Distanz und erfolgt durch den Mann. Dieses etwas ausgeklügelte Verfahren soll die Auffordernden und Aufgeforderten vor peinlichen Situationen bewahren, etwa eine für jeden erkennbare Abfuhr zu erhalten. Ein Tanz geht i.d.R. über die Zeitspanne von mindestens drei Tänzen. Schon nach einem Tanz abzubrechen gilt als unhöflich und ist nur im Falle von absoluter Disharmonie akzeptabel.

Cortinas markieren kurze Pausen bzw. sollen den Wechsel von verschiedenen Musikstilen, z.B. vom Tango zum Vals anzeigen. Meist wird eine immer wiederkehrende artfremde Melodie mit hohem Wiedererkennungswert und kurzer Dauer eingespielt. Die Cortina bietet die Möglichkeit, einen Tanzzyklus zu beenden und bedeutet meist auch einen Partnerwechsel. Die Anzahl der Stücke , also die Tandas, zwischen den Cortinas  variieren, bei Milongas spricht man von maximal drei, bei Tango und Vals können es durchaus auch mehrere sein.

Geburtstage: So ist es bei den Tangotänzern ein schöner Brauch, mit einem „Geburtstagskind“ allein im Kreis einen oder mehrere Tangos zu tanzen, wobei die Tanzpartner sich im fliegenden Wechsel „abklatschen“. Besonders schön ist es natürlich, wenn sich alle Anwesenden auch an dieser Art der Ehrerweisung beteiligen! Beliebte Stücke sind z.B. „Desde el Alma“ usw.

Spenden und Kassen: In den meisten  Salons erfolgt die Entrichtung der Spende als auch der Getränkegelder auf Vertrauensbasis. Jeder und jede wird gebeten, in die bereit gestellten Kassen die angegebenen Beträge unaufgefordert einzuzahlen. Das kann zu Beginn aber auch zum Ende einer Vereinsveranstaltung erfolgen. Beim Heidetango e.V. geht ein Großteil der Geldbeträge aus den Spenden an den Förderverein der Heiligengeistschule. Dieser ermöglicht lernbehinderten Kindern z.B. eine intensivere Betreuung.